
Für Langlauf konnte ich mich noch nie so richtig begeistern, da aber meine Schwester auf Ausdauersport steht und wir nur eine (Zug- und Busfahrt-)Stunde vom Schwarzwald entfernt wohnen, willigte ich einen gemeinsamen Langlaufausflug am Samstag ein. Wir liehen uns ein paar Skier im örtlichen Sportgeschäft aus und so standen wir gestern früh um 09.30 Uhr auf der Piste. Das Schöne am Langlauf sind ja die gespurten Loipen, also man folgt einfach einer Bahn/Spur und kommt irgendwann wieder am Ausgangspunkt an. Kein Stress, sondern Training für den Körper und Erholung für den Geist. Das fand ich eine gute Kombination und freute mich auf die Loipe (Schwierigkeitsgrad: mittel), die vor uns lag.

Wir fuhren also los und die ersten fünf Minute waren wir mit der richtigen Langlauftechnik beschäftigt und wollten uns selbst mit professionellen Tipps übertrumpfen, bis es plötzlich immer mehr bergab ging, so dass wir schneller und schneller wurden. Heilige Scheiße, haben wir geschrien! Nach zehn Minuten lagen wir beide – kurz vor einen Herzinfarkt – auf dem Boden und haben Tränen gelacht. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass man beim Langlaufen überhaupt eine Bremstechnik braucht und haben uns irgendwann in Panik (Puls 200!) einfach seitlich auf den Boden fallen lassen. Da so früh noch keiner auf der Bahn unterwegs war, haben wir uns nur voreinander blamiert und das ist unter Geschwister vollkommen ok. Die nächste halbe Stunde ging es zum Glück nur leicht bergauf und wir konnten endlich die fantastische Aussicht, den Tiefschnee (~70 cm), den Sonnenschein und einfach die herrliche Luft genießen. Nach einer kurzer Rast mit leckeren belegten Broten, heißem Pfefferminztee und Schokolade (yumm yumm) vergingen die nächsten drei Stunden wie im Fluge und bei der zweiten (noch steileren – Puls 220!) Abfahrt fürchteten wir uns eher vor dem Rückweg, der zwar wie erwartet (sau)anstregend wurde, aber da wir beide ganz gut durchtrainiert sind (und dafür war ich echt dankbar), machte sich die Steigungen heute nur in den Schultern, Armen und Fingern (ja, wirklich jeder Muskel hatte seinen Spaß) bemerkbar (yes, die Ausfallschritte im Training bringen also doch was).
Obwohl ich beim Skifahren oder Snowboarden noch nie solche Todesängste erlitten habe (konfus!), war der Tag echt schön, sehr unterhaltsam… und schwitzig.

In der Zeitachse schmökern:
Kommentare ( 10 )
Wow, was für eine Landschaft! Traumhafte Bilder sind das. Ich will mer davon!
@diePalanka: Ich auch und ich hoffe, es taut nicht auf, weil wir hier unten gerade 7°C haben…
Ich wäre warscheinlich gestorben
Tolle Bilder, einfach nur traumhaft schön!
Allein für die Bilder hat’s sich ja schon gelohnt.
Traumhaft.
ich wär grad wirklich gern dort – einfach um einmal durchzuatmen
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Ich bin zwar Skifahrer, aber Langlauf wäre nichts für mich. Dann doch schon lieber ne feste Bindung am Ski und richtig Abfahrt- oder Alpin-Ski wie es so schön heißt.
Das letzte Bild ist wirklich klasse
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Tolle Bilder! Das kommende Wochenende gehen wir auch Ski fahren… Bin schon mal richtig gespannt, da ich eigentlich das nicht kann;) Es wird ja wirklich lustig da. Cool!
Das sieht aus, als könne man über die Wolken laufen und ich melde mich freiwillig, um es zu versuchen *-*
@Herr Olsen: Definitiv!
@Babel: Me too.
@Tobi: Ich bin ja auch Skifahrer/Snowboarder – und das ist echt ungefährlicher! ^^
@Klara: Neid! Ach, wenn du (bisschen) sportlich bist, dann lernst du es super schnell. Besonders Skifahren ist ziemlich einfach (gegenüber snowboarden).
@Hannah: Wirklich?! o.O![]()
