Zucker ist böse und macht dick. Nicht so der Zuckerersatz Stevia, der schon seit längerer Zeit in aller Munde ist. Aus der krautähnlichen Pflanze “Stevia rebaudiana” wird ein Erzeugnis zum Süßen gewonnen, welches rein pflanzlich ist, null Kalorien besitzt und keine Karies verursacht – um nur einige Vorteile von Stevia zu nennen. Ein wahres Teufelszeug für die Zuckerindustrie und ein Segen für die Gesundheit – darauf habe ich gewartet! Für Details kann ich euch diese und diese Seite empfehlen (hier erfährt man auch, warum Stevia leider noch nicht überall als Süßstoff oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden darf – sehr interessant).

Vorab. Stevia wird in verschieden Formen angeboten. Mein Paket von Steviamarkt enthielt 2 x 50g weißes Pulverextrakt (Steviosid) und 50ml flüssiges Stevia (Fluid). Zusätzlich ein Buch mit erprobten Kochrezepten mit Stevia. Das Paket erhielt ich letzten Freitag und somit konnte ich über das Wochenende schon einige Speisen mit Stevia süßen und erste (Geschmacks-)Erfahrungen sammeln.

Geschmack & Wirkung

Jetzt kommen wir zum interessanten Teil. Geschmacklich ist Stevia ein bisschen mit herkömmlichem Süßstoff vergleichbar – so ‘ne Mischung zwischen Zucker und Süßstoff, aber nicht unangenehm (eher ungewohnt). Ein leicht bitterer Nachgeschmack macht sich nur beim rohen Kosten des Pulvers auf der Zunge bemerkbar; in den Speisen keineswegs. Stevia hat die 300-fache Süßkraft von Zucker, deswegen reicht hier eine wirklich niedrige Menge zum Süßen des Gerichts aus. Folgende Speisen habe ich mit Stevia (in Pulverform) gesüßt & getestet:

- Müsli mit Milch (Menge: eine Messerspitze / sehr lecker, da ich grundsätzlich Müsli immer ohne Zuckerzusatz kaufe und mich über eine süßliche Variante freue)
- Früchtetee (Menge: < halber Teelöffel / das Fruchtige im Früchtetee kommt (meines Erachtens) ohne Zucker nicht richtig zur Geltung und deshalb bin ich von dieser Variante begeistert)
- Grießbrei (Menge: halber Teelöffel / kein Unterschied bemerkbar – meinen Brei ertränke ich sowieso in Himbeersirup)
- Waffeln mit Sahne (Menge: Waffelteig halber Teelöffel, für die Sahne eine Messerspitze / ist meinem Freund überhaupt nicht aufgefallen, dass Stevia statt Zucker verwendet wurde – perfekt)
- kleiner Schokokuchen (Menge: 1/4 Teelöffel / kein Unterschied bemerkbar)

Dosierung

Stevia ist viel feiner als Zucker und kann leider nicht einfach 1:1 für Zucker ersetzt werden. Einige Faktoren müssen berücksichtigt werden, deswegen habe ich mir gleich noch, wie oben erwähnt, ein Stevia-Kochbuch (Stevia – Das Rezeptbuch / Gesund süßen ohne Kalorien) mitbestellt, da man hier Tipps für die Zubereitung findet und  man Erläuterungen für das Mengenverhältnis & die Verwendung von Stevia erhält. Von den Rezepten im Buch habe ich leider noch keins ausprobiert, aber auf die Herstellung von Marmelade ohne raffinierten Zucker freue ich mich schon. Bis jetzt dosiere ich nach Gefühl & nach Geschmack (weniger ist anfangs mehr), was wunderbar funktioniert.

Fazit

Bis jetzt bin ich von dem Pulver ziemlich beeindruckt und kann nur Positives berichten. Japan und Co. sind uns da meilenweit voraus – keine Wunder, dass die keine Cellulite kennen! Ich werde nun versuchen Stevia in meinen (Koch-)Alltag zu integrieren und den normalen Zucker weitgehend abzulösen und mit Stevia zu ersetzen – warte eigentlich nur noch auf die gesunde & zuckerfreie Cola hierzulande.

Nach einigen Wochen wird ein weiterer Test-/Erfahrungsbericht folgen und meine Cellulite hoffentlich verschwunden sein.


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In der Zeitachse schmökern:


Kommentare ( 9 )

Jetzt habe ich Lust auf was HERZHAFTES.

Mone sprach und siegte am 25.05.10 um 22:39 Reply to this comment

äh: cellulite? kein zucker –> kein fett –> keine c.? funktioniert das so einfach oder steckt noch mehr dahinter.. ich hatte auch schon von stevia gehört, denn in den usa z.b. wurde das im st.arbucks als zutat angegeben, und eine andere bloggerin, der ich dieses beste aller backbücher verdanke, hatte davon bereits erzählt.

rebhuhn sprach und siegte am 25.05.10 um 23:33 Reply to this comment

Ich hab’s am Wochenende mit gesundem Bier versucht.
20 Stück.

hat nicht geklappt! :(

MC Winkel sprach und siegte am 26.05.10 um 11:47 Reply to this comment

@rebhuhn: Ja, Cellulite hängt zum größten Teil mit der Ernährung zusammen – weg mit Zucker&Weißmehlprodukte und her mit Obst&Gemüse. Asiatinnen haben fast keine Cellulite, da sie täglich Sojaprodukte und viel frisches Zeug (Gemüse etc.) essen (für genauere Infos Google fragen ^^). So “einfach” ist das. Leider bin ich total verfressen. ;) Das Kochbuch hört sich Spitze an!
@MC Winkel: Mit gesunden Chips klappt’s auch nicht. -_-

Mone sprach und siegte am 26.05.10 um 15:16 Reply to this comment

Das hatte ich vor 2 Jahren im meinem Erkdunde LK behandelt. Ziemlich interessant das Thema und ich kann durchaus verstehen, warum es hier als Lebensmittel noch nicht auf dem Markt ist.

Wenn es aber dann so weit ist, freue ich mich auch auf die gesunde Cola, ha. Denn das was uns da im Moment “ohne Zucker” verkauft wird, ist schlimmer als alles andere…

Yannick sprach und siegte am 26.05.10 um 16:15 Reply to this comment

@Yannick: Oh, gutes Thema! ;) Benutzt du selbst Stevia im Haushalt?
Ja, dann definitiv lieber mit Zucker. Dass die Leute so ein “Zero-Zucker”-Scheiß kaufen… haha!

Mone sprach und siegte am 27.05.10 um 21:48 Reply to this comment

davon hab ich bis jetzt noch nie was gehört.
aber klingt ja ziemlich gut – bis auf die rattentests…

hill*K sprach und siegte am 31.05.10 um 22:52 Reply to this comment

@hill*K: Also ruhig mal ausprobieren… dein Körper wird sich freuen. ^^

Mone sprach und siegte am 02.06.10 um 10:30 Reply to this comment

Habe es zwischenzeitlich natürlich auch schon ausprobiert und fand es ganz gut. Nur mit der Dosierung hat es anfangs nicht so geklappt. Da muss man einfach das ein oder andere ausprobieren, bevor man weiß, wie viel man tatsächlich davon nehmen muss.

Elena sprach und siegte am 01.02.13 um 11:59 Reply to this comment

Meine Meinung dazu ist...